kapitel 2 - chapter 2
Kapitel 2
„Nun mal rein in die gute Stube“, ertönte eine sanfte Stimme. Annas Großeltern schleiften die schweren Koffer durch die Hallen. Auf dem blitzblanken Fußboden machten die Rollen des Koffers kein einziges Gereusch. Annas Zimmer war ein Doppelzimmer. Sie teilte es sich mit einem unbekannten klein gebauten und zierlichen Mädchen namens Alina. Alina war nicht mehr neu. Sie besuchte das Internat schon seit 2 Jahren und man sah ihr sofort an, dass sie gerne lachte. Anna selbst war nicht besonders auffällig. Nicht besonders groß, nicht besonders schlank und langes, wirres, braunes Lockenhaar. Anna war zudem ein überaus melancholischer und mystischer typ. Alina dagegen kindisch, quiklebendig, nicht besonders ernst und einem Mädchen ihres Alters mehr entsprechend als Anna. Im gegensatz zu Alina war Anna ernst, reif, erwachsen und gefasst. Gerade darum beneidete Alina Anna zu tiefst, denn Alina war wegen ihrer häufig kindischen Art unbeliebt und eine Außenseiterin. Anna dagegen war verschlossen. Sie hatte sich vorgenommen, ihr Leben im Internat grundliegend zu ändern. Ihre offene Art hatte ihr früher oft Sorge bereitet, denn die Anderen wollten nichts von ihr wissen. Sie waren allesamt erwachsener als sie, fand zumindest Anna. Und viele hatten ihr das auch ganz klar ins Gesicht gesagt, aber Anna hatte es nie geglaubt und niemals hören wollen. Sie war eben sie selbst und wollte niemals darauf irgend etwas geben, was Andere ihr gesagt hatten. Doch ihre beste Freundin Tatjana hatte sie beiseite genommen und einmal ein ernstes Wörtchen mit ihr geredet. Anna hatte Tatjana immer blind vertraut und wenn Tatjana etwas sagte, konnte man sicher sein, dass es garrantiert stimmte. Anna fand sich selbst in Alina wieder und ihr wurde mit einem Schlag klar, dass hier keine Anforderungen gestellt wurden, jedenfalls keine charakterlichen Anforderungen. Es war hier egal ob jemand kindisch war oder erwachsen. Es kam hier einzig und allein darauf an, die Schule ordentlich zu schaffen und ein gewisses Maß an Selbständigkeit und regelbewusstsein zu erlangen. Zudem noch, etwas für das spätere Leben zu lernen und mit der Zeit erwachsen zu werden. Mit der Zeit, nicht von jetzt auf gleich. So etwas geht nicht von heute auf morgen, versteht sich von selbst. Trotzdem wollte Anna ihre neuen Vorsätze auf keinen Fall so schnell über Bord werfen. Sie wollte zu den reiferen, ernsteren und erwachseneren Leuten gehören. „i!“, rief Alina. Sie hatte im Vergleich zu Anna eine Piepstimme. Alina war 14, genau wie Anna. In ein paar Wochen wurde sie 15. “anna?”, Oma Irina steckte den Kopf ins Zimmer. “Muss gehen“, sagte sie. Alina blickte sie traurig an und nickte. „Ja ja, geh nur“, sagte sie. „wir müssen noch zu Herrn Iwanovic, wir haben noch ein kleines Gespräch, bevor wir endlich mit dem Auspacken beginnen können“, meinte Oma Irina gutmütig. Herr Iwanovic war ein älterer Herr. „Nun anna, herzlich willkommen in unserer Schule“, sagte er mit beruhigender Stimme. „Du wirst nun die Sekundarstufe besuchen. Ich denke man hat dir schon dein Zimmer gezeigt, oder?“, fügte er hinzu. Ana nickte. Natürlich war sie bereits in ihr Zimmer gebracht worden. Das Zimmer war schön, freundlich eingerichtet, mit schönen Gardinen vor den Fenstern. Die Betten mit durchsichtigen Tagesdecken überzogen, die sich wie Seide anfühlte. Neben dem schmalen Kleiderschrank, den Anna nun beziehen sollte, stand ihr Koffer. Oma Irina und Opa Sergej halfen kräftig beim Einräumen und Auspacken mit. Alina selbst hatte ihr Zeug schon aufgeräumt und half den Dreien eifrig. Ruckzuck waren die Sachen im Schrank verstaut und der Koffer ins Lager gebracht. Das Kofferlager war ein kleines, fensterloses Kabuff im zweiten Stock im Ostflügel des Hauses. Dort befanden sich die Speisekammer, die Kantine, die Küche und die Räume für die Putzeimer, Putzmittel und andere der Reinigung dienende Dinge. Zu den Reinigungsräumen hatten die Schüler des Internats keinen Zutritt. Dorthin durften nur die Reinigungskräfte, oder die Lehrer, um den Schülern Putzzeug zu geben, falls sie etwas verschüttet, zerbrochen oder verschmiert hatten. „Wer was kaputtmacht oder verschmiert muss es selbst ins rechte Lot bringenh!“, pflegte der Schulleiter zu sagen. Vor allem der alte Sergejevic, der früher einmal Lehrer war und jetzt dem Hausmeister Levin hilft. Herr Levin war streng und es mochte ihn keiner leiden. Er schimpfte über die Schüler, meldete jede Kleinigkeit, die ihm zu Ohren kam, dem Schulleiter, oder einem anderen Lehrer. Was sie aus dieser Situation machten, war ihre Sache. Man hatte Glück, wenn es dem Schulleiter gemeldet wurde. Er tat zwar seine Pflicht, jedoch war er den Schülern gegenüber milder gesinnt als so mancher Lehrer. Man denke da beispielsweise an die hochgewachsene und schlanke Mathe- und Physiklehrerin Frau Mihailowa.
„Wir gehen jetzt“, meinte Oma Irina und küsste Anna zärtlich. Über Annas Wange flossen Tränchen. Sie nahm sich zusammen und wischte sie weg. Oma Irina drückte sie zärtlich an sich. „Bis bald, mein Schätzchen“, flüsterte sie. „Tschüs mein Schatz, bis hoffentlich bald, meine Kleine“, sagte Opa Sergej und drückte sie häftig an sich. „Wir werden dich echt vermissen Anna“, fügte er hinzu. „Opa, bleib doch noch ein bisschen“, sagte Anna und blickte ihn traurig an. „Kleine,, wir müssen jetzt fahren. Sonst wird’s noch zu spät, du weißt wie voll die Straßen sind“, meinte Opa Sergej. „Also Sergej, fünf minuten kannst du doch noch bleiben, oder? Kommt es auf die fünf oder Zehn Minuten an? Wir sind nicht auf der Flucht Sergej“, schaltete sich Oma Irina ein. „Also gut“, willigte er ein. „Zum Abendessen dürfen wir glaube ich nicht bleien, oder?“, fragte Sergej. Irina zuckte die Schultern. „Klar dürft ihr!“, rief die kleine Alina aus. Annas Herz machte einen Hüpfer. Oma und Opa blieben noch zum Abendessen.
Im Speisesaal herrschte ausgelassene Stimmung. Man war gespannt auf die Neuen und man erzählte sich, was man in den Ferien gemacht hatte. Mitten in die Ausgelassene Stimmung hinein klopfte der Schulleiter an seinen Becher. Überall zischte man und es wurde ruhig. „A alle Neuen, die in diesem Jahr zu uns auf die Schule gekommen sind. In die Putzräume dürft ihr nur, wenn ein Lehrer es euch sagt. Sie sind zugesperrt. Wer was verschüttet, verschmiert oder in irgendwelcher Weise verunreinigt muss dafür geradestehen. Um halb zehn hat jeder im Zimmer zu sein, um 10 Uhr Licht aus und absolute ruhe! Um punkt halb sieben ist Aufstehen, um sieben Frühstück und um 8 Uhr soll jeder pünktlich zum Unterricht erscheinen. Um 13 Uhr ist Mittagspause und um 14 Uhr beginnt, sofern im Stundenplan vermerkt, der nächste Unterricht. Während der Unterrichtszeit hat bitte keiner das Schulgelände ohne erlaubnis des Lehrers zu verlassen. Nachmittags dürft ihr raus, sofern kein Unterricht ist und es vom Betreuer ausdrücklich genehmigt wurde. Die betreuungsperson ist der aufsichthabende Lehrer. Ihr müsst bescheid sagen, wo ihr hingeht, und wann ihr wieder zurückkommt. Ihr könnt in der Stadt kleine Einkäufe tätigen. Das Taschengeld wird immer mittwochs ausgegeben. Und noch etwas:
Ganz wichtig! Der Gang im Keller, der neben den Chemielaboren liegt, ist für euch tabu! Habt ihr mich verstanden? Ebenso solltet ihr nicht auf den Dachboden! Wer dort erwischt wird, hat mit Konsequenzen zu rechnen. Guten Appetit.“, hielt der Schulleiter seine alljährliche Rede. Die Alten Schüler kannten das bereits. „Ich frage mich, was so geheimnissvolles auf dem Dachboden und dem Kellergang sein soll“, ziscte alina Anna zu. „Man erzählt sich, dass es dort spuken soll“, schaltete sich ein anderes Mädchen ein. Sie war groß und dünn. Ihr name war Mascha. Eigentlich Maria, aber sie wollte nur Mascha genannt werden. Sie schien um die 18 zu sein. Sicher, sie gehörte zu den größeren. Auch Mascha wirkte ernst. Neben ihr saß ein großes molliges braun gelocktes Mädchen namens Dascha. Sie unterhielt sich angeregt mit Mascha. Sie schienen in die gleiche Klasse zu gehen. „Wieso spukt es denn da?“, fragte Anna. „Das wirst du noch früh genug erfahren“, gab Mascha zur Antwort. „Ehrlich mal Mascha, Glaubst du daran?“, fragte Dascha. Sie hatte eine sehr tiefe Stimme, die nicht recht zu ihr passen wollte. Mascha schüttelte ennergisch den Kopf. „Du etwa, Dascha?“, fragte sie. Dascha lachte auf. „Nie und Nimmer, Ammenmärchen! Ich versteh nicht warum unser Schulleiter daran festhält. Der ist halt schon uralt. Uralt und abergläubisch wie sonst noch was!“, rief Dascha aus. Beide lachten. „Hallo“, sagte eine freundliche Stimme neben Anna. Ein normalgewachsenes schlankes Mädchen stand neben Anna. Sie war schlicht gekleidet und ihre Arme waren mit Armbändern behängt. „Du bist neu, nicht wahr?“, fragte das Mädchen. Anna nickte. „Ich heiße Anna“, sagte sie. Das Mädchen reichte ihr eine kleine, mit Ringen besetzte kalte Hand. „Ich bin Nastja“, sagte sie. „Nett dich kennen zu lernen“, fügte sie hinzu und setzte sich zwischen Anna und Alina. „Lina! Wie geht’s dir!“, rief Nastja aus. Alina kicherte und redete aufgeregt mit Nastja. „Anna, wir sind in deiner Klasse“, sagte Nastja. „Hast du den Stundenplan schon?“, fragte sie. Anna und Alina schüttelten zeitgleich den Kopf. „Dann werden wir ihn wohl morgen gesagt bekommen“, gab Nastja zurück. Alina stöhnte auf. Als sie fertig gegessen hatten, machten sich Oma Irina und Opa sergej auf den Weg nach Hause.
„Schnell! Wir müssen sie fortschaffen“, rief jemand. Svetlana war aufgelöst. Warum um alles in der Welt rückte Herr Iwanovic nicht mit der Sprache heraus? Was hatte es mit dem Tod von Svetlana auf sich! Hatte er sie etwa ermorden lassen? Nie im Leben, dazu wäre er zu gutmütig. Aber oft ist es so, dass gerade die gutmütigsten vom aussehen her, die bösesten vom Charakter seien. Jedenfalls hatte das ihre Mutter immer gesagt. Aber Svetlanas Mutter war eine alte Pessimistin. Sie konnte einfach nichts positiv sehen und svetlana musste auf alles mögliche achten. Svetlana begann zu weinen. Sie ging in ihr Zimmer. Traurig blickte sie auf Elenas Bett. Eine Blutlache war darauf und drang in die Decken ein. Elenas Körper jedoch war seltsamerweise verschwunden. Svetlana schrie auf. Herr Iwanovic stürmte ins Zimmer. „Sveta, was ist los?“, fragte er. Er blickte auf das blutgetränkte Bett. „Oh gott!“, sagte er erstickt. „Oh gott oh gott oh gott!“, wiederholte er. Elenas Leichnam war verschwunden. Das Zimmer wurde gereinigt und das Bett zu einer Reinigung gebracht. Decken, Matratzen und Kissen wurden ausgewaschen.
Zu jener zeit, saß Herr Iwanovic zusammen mit der Englischlehrerin frau Titowa und dem Sportlehrer Herr Leanidevic zusammen und nahmen Kontakt zum fernen Reich auf. Erschrocken blickte er auf. Der Schattenlord stand im Raum. „Nun? Der angebliche Herr des Lichts, oder Krieger des Lichts, wie du dich nennst? Was hast du von deiner ach so lieben Elena gehabt? Nichts, denn jetzt habe ich sie! Sie ist tot! Ich habe ihren Leichnam weggeschafft. Die Polizei wird euch kein einziges Wort glauben! Also macht es auch durchaus keinen Sinn, wenn ihr die Polizei verständigt! Haaa haaa haaaa!“, sprach er. Er zückte sein Schwert. Herr Leanidevic schrie auf: „Nein!“ Er hatte das Schwert auf Herrn Iwanovic gerichtet. Im selben Moment sagte der Schattenlord: „Lass dir das eine Lehre sein Iwanovic!“ und verschwand. Im gleichen moment erschien der Leblose Körper von Elena im Zimmer. Der Körper löste sich auf. „Was ist mit mir“, ertönte Elenas zaghafte Stimme. „Lenka! Ach Lenka!“, sagte der Schulleiter traurig und stützte die Hände in den Kopf. Lenkas gestalt schwebte wie ein Hologramm im Raum. Man meinte man könnte sie berühren, doch wenn man es versuchte, fühlte es sich eiskalt an. Wie als würde man in einen Eimer eislalten Wassers greifen. Lenka sah ratlos aus. „Ich bin … ein Geist?“, fragte sie. „Sofern du dich entschieden hast, als Geist weiter zu existieren, dann ja.“ Erschrocken sah Elena den Schulleiter an. Frau Titowa heulte. „Lenka, komm zu uns zurück!“, schrie sie im Schluchzen. Lenka war ratlos. Sie wusste sehr wohl, dass sie tot war. „Elena du wirst bei uns bleiben“, entschied der Schulleiter. „Wie erklären wir das meinen Eltern?“, fragte Elena. „Sie wurden benachrichtigt“, sagte der schulleiter und fügte hinzu: „Mach dir darüber keine Gedanken Lenka.“ Sie hatte ihren Direktor ihretwegen noch nie derart aufgelöst und traurig gesehen. Auch die Gesichter von herrn Leanidevic und frau Titowa waren ihr seltsam fremd. Als die Uhr mitternacht schlug, brachte herr Iwanovic Elenas geist in den Raum, der folglich für die Schüler verbuten sein sollte. Der Kellergang neben den Chemielaboren, den man verriegeln konnte. Oben auf dem Dachboden verstauten sie alle mystischen utensilien. Es war besiegelt. Die Schüler hatten folglich im Kellergang neben dem Chemielabor und auf dem Dachboden nichts mehr verloren.
Kapitel 1 - Chapter 1
Das Haus der 1000 dunklen Geheimnisse
Von Anna Modestova (18 jahre)
Anna ist neu in einem Moskauer internat, jedoch haben sich dort ziemlich dunkle Ereignisse zugetragen. Anna versucht, dahinterzukommen. Sie lernt Mischa kennen, der alle dunklen Geheimnisse dieses Hauses zu kennen scheint. Anna findet heraus, dass sie in die Zukunft sehen kann und weitere besondere Begabungen hat. Sie lernt viktor kennen und verliebt sich in ihn, aber auch hinter Viktor verbirgt sich eine sehr dunkle, düstere und geheimnisvolle Geschichte.
Kapitel 1
„Nun komm schon Anna!“, sagte Oma Irina und bedeutete ihr mit einer Geste, sich zu beeilen. Moskaus Straßen waren wie immer belebt. Mutter Dascha hatte ihre Tochter für die letzte Ferienwoche zu ihrer Mutter nach Moskau gefahren. Sie wohnten in der nähe von Moskau. Dieses jahr sollte Anna ins Internat gehen. Anna selbst war teils erfreut, teils auch sehr traurig, dass sie ihre Freundinnen und Lieblingslehrer hinter sich lassen musste. Aber sie kam auf eine höhere Schule und da musste man das Frühere Leben einfach hinter sich lassen. Es gehörte zum Erwachsenwerden. „Jetzt komm endlich!“, rief Oma Irina. Opa Sergej schleppte inzwischen die Schweren Koffer ins Auto. Obwohl er schon sehr alt war, war er immer noch sehr rüstig und sehr stark. „So, rein damit!“, sagte er und lupfte die Koffer mit einem Ruck in den Kofferraum des Wagens. „Können wir jetzt endlich fahren Sergej, ich möchte nicht zu spät kommen“, hetzte Oma Irina.
Anna hatte noch eine Oma Katerina, aber die wohnte sehr weit weg. Außerdem war Oma Katerina schon sehr alt. Sie war die Mutter ihres Vaters. Anna mochte beide sehr gerne. Bei Katerina bekamen Anna und ihre jüngere Schwester Julia immer das größte Stück kuchen, den größten Teller suppe und das Beste Essen.
Julia war jünger als Anna, gerade einmal 2 Jahre jünger. Anna war 14, Julia 12.
Sergej setzte sich ins Auto, seine Frau neben ihm und Anna machte es sich hinten gemütlich. Sie begann in einem Buch zu lesen.
Elena stand im Schulflur. „Herr Iwanovic?“ fragte sie. „kann ich Sie einen Moment sprechen?“, fragte sie. Elena war groß, sehr schlank und Mager. Aber sie war schön, von der ganzen Schule geliebt. Aber auf Elena lastete ein dunkles Geheimnis, dass ihr bald zum Verhängnis werden sollte. Nur wenige wussten davon, aber das was sie wussten, reichte aus um zu dem Schluss zu gelangen, dass die sache Kritisch wurde. „Was möchtest du?“, fragte der Direktor Iwanovic. „Ich wollte Sie etwas fragen“, fügte Elena hinzu. „Lenka, ich habe im Moment nicht viel Zeit, ich werde auf dich zukommen“, antwortete er. Elena nickte und ging schweigend davon. Sie musste zur nächsten stunde. Ausgerechnet bei dieser schrecklichen Frau Mihailowa. Frau Mihailowa war die Frau, die alle Schüler am wenigsten leiden konnten. Sogar Aleksei konnte ihn nicht leiden, und das wollte was heißen, denn Aleksei war ein Streber. Elena war in ihn verliebt, aber er hatte eine Andere im Sinn. Katja aus der Parallelklasse. Elena konnte Katja nicht leiden. Diese kleine dürre blonde Zicke war ihr zu wieder! Sie ging schweigend in ihr Zimmer. Sie wollte allein sein. Sie teilte sich ihr Zimmer mit ihrer besten Freundin Svetlana. Svetlana war extrem klein, extrem dünn und hatte lange braune Locken, die sie nur verzweifelt versuchte durch Flechten zu bändigen. Elena hatte hüftlanges aschblondes Haar, dass sie meistens offen trug. Die letzte Vision brachte ihr Kopfzerbrechen, und darüber wollte sie mit Herrn Iwanovic sprechen, denn er hatte ihr Talent entdeckt, und ihre seltenen Begabungen gefördert. Aber leider waren auch welche auf der Dunklen Seite, wie der alte ennergische Herr Lewin und eben Frau Mihailowa. Frau Mihailowa schikanierte Elena wo sie nur konnte. Sie mochte sie nicht, das spürte sie ganz deutlich Und Elena mochte sie auch nicht. Herr Vladimir Lewin war der Hausmeister. Er wastreng und Griesgrämig. Er war groß, hager und ein älterer Herr von ungefähr 60 Jahren. Er schimpfte die Schüler aus, wenn sie nicht parierten. Herrn Levin konnte niemand leiden. Für die meisten Schüler waren sie gewöhnliche Lehrer, nur Elena war eine der „besonderen Schüler“, die eine weitere Begabung hatten. Elena verstand es, die Zukunft vorauszusagen, anderen durch ihre Gedanken zu helfen, Gedanken zu lesen und mit dem Geiste diese Welt zu verlassen. Alle wussten, welhe Gefahren dies mit sich brachte. Sie hatte Svetlana von alle dem erzählt. „Oje! Du arme!“ Svetlana schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Sveta, wir schaffen es schon“, meinte Elena optimistisch, wobei ihr von vorn herein klar war, dass die Sache schwierig werden würde, sehr schwierig sogar. Sie strich sich ihre Haare zurück und begann, in einem Buch zu lesen. „Hast du schon Geschichte gemacht?“, fragte Svetlana. Elena verneinte. „Mach ich später“, murmelte sie und las weiter.
Svetlana grübelte. Irgendwas lag in der Luft. Irgend etwas stimmte da nicht. Es lag ein Grauen hier in diesem Zimmer, selbst sie spürte es. Sie wollte zu Herrn Iwanovic gehen und verließ den Raum.
Plötzlich richtete Elena sich auf. Jemand war da. Svetlana war aus dem Zimmer gegangen. „Wer bist du?“, stammelte Lenka. Doch die Frage hatte sich erübrigt. Die Gestalt zog sie hoch, Elena schrie und versuchte sich zu befreien, doch es war zwecklos. „Herr Iwanovic!“, rief sie, doch es war zu spät. Der Mann hob seine mächtige lanze und stieß zu.
Elenas gellender letzter Schrei hallte durch das Zimmer. Elenas Leiche blieb auf dem Bett liegen. Reglos, wie eine Statue. Die Gestalt verschwand so schnell wie sie gekommen war. Es war der Schattenlord. Der Schattenlord persönlich! Doch Elena sollte niemals das letzte und einzige Opfer bleiben. Auf der Internatsschule lastete nun ein Fluch. Ein Fluch, der nur gebrochen werden kann, in dem der Schattenlord und das Dunkle ein für alle mal besiegt werden sollten. Doch dies würde wohl niemals geschehen.
„nein!“, ertönte der laute Schrei eines Mannes. „nein!“, ertönte er noch einmal. Wie versteinert stand Direktor Iwanovic in der Tür. Svetlana stand hinter ihm. Sie erbleichte. Der Direktor brach zusammen. „Lassen Sie uns einen Krankenwagen holen, den leichenwagen und … die Polizei!“, rief Svetlana. „Bist du verrückt? Den leichenwagen ja, aber die Polizei nicht! Die wissen doch nicht warum sie gestorben ist. Und außerdem, die würden uns niemals glauben“, antwortete der Direktor. „Stimmt“, entgegnete Svetlana grübelnd. „Sieht aber aus als hätte jemand Lenka erstochen!“, rief sie entsetzt und brach dann schluchzend zusammen. Ihre beste Freundin war getötet worden. Und nicht viele wussten, wie das geschah. „Ja, aber die werden keine Spuren finden“, krächzte der Direktor. „Um was geht es hier eigentlich! Lenka wollte mir schon damals nichts erzählen, das ist …“, fing Svetlana an, aber der Direktor unterbrach sie. „Das war auch gut so Sveta. Ich bin mir sicher, eines Tages wirst du es erfahren. Glaube mir, eines Tages wirst du es bereuen, dass du es wissen wolltest. Für jemanden, der davon weiß ist es sehr sehr schwer, und sehr sehr schlimm. Svetlana grübelte und verließ den Raum.
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Hallo zusammen.
Ich habe mich entschieden, den Blog diesmal in meiner Muttersprache zu verfassen, weil ich eine Geschichte schreibe und sie veröffentlichen will. Die Geschichte heißt:
das Haus der 1000 dunklen Geheimnisse und spielt in Moskau, Russland.
Worum es genau geht, werde ich euch kurz und knapp sagen:
Es geht um ein Mädchen, Anna, die in eine Internatsschule in Moskau kommt. Sie hat übernatürliche Fähigkeiten wie Hellsehen, Gedankenlesen und Telekinese. Aber diese Schule ist verflucht. Die Vorgeschichte wird in Zeitschnitten eingebaut. Die erste Szene in der Vorgeschichte ist der Todestag von Elena, einem sehr schönen und ebenfalls übernatürlich begabten Mädchen. Auf der Hellen seite kämpft der Schuldirektor Herr Iwanovic, der die Irdische Verkörperung des herren des lichts ist. Der Schattenlord, der Elena getötet hat, kann auf die Erde wann, wie und wo er will. Aber mehr verrate ich nicht. Wollt ihr Anna auf ihrem Weg begleiten? Wollt ihr eintauchen in die Mystische welt? Aber seid vorsichtig!
es grüßt euch,
eure Anna Modestova.
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