Anna Modestova, das haus der 1000 Dunklen Geheimnisse


Kapitel 3 - Chapter 3

Posted in Uncategorized by celticmystique92 on the September 5, 2010

Kapitel 3

Der Wecker schrillte genau um halb sieben. Zur gleichen Zeit bimmelte Alinas Handywecker. „Oh nein, schon aufstehen?“, fragte Alina und gähnte. „Morgen Anna“, sagte Alina und tastete schläfrig nach einer Tüte auf dem Nachtschränkchen. Es raschelte und völlig zerzaust stand Alina vor Annas bett und hielt ihr einen kleinen lecker aussehenden Keks entgegen. „Willst du?“, fragte sie. Anna nahm dankend an. „Kleine Morgenleckerei“, sagte Alina und lächelte. Alina rieb sich die Hände. Die Krümel hafteten daran. „Ich glaube, dass ich die morgenleckerei nicht mehr missen will“, sagte Anna lächelnd. Alina kicherte hoch und kindlich und zum ersten Mal fühlte sich Anna rchtig wohl. Das doppelzimmer war gemütlich und behaglich. Den Morgenkeks wollte Anna nicht mehr missen. Alina aß vergnügt ihren Keks und zog sich an. Anna zog sich auch an. Im selben Moment klopfte es an der Tür, Alina rief ein vergnügtes „Herein“, und eine kleine, zierliche Frau ungefähr anfang 30 trat ein. „Ah, du musst Anna sein. Nicht wahr?“, fragte die kleine, zierliche Frau. „Ja, ich bin Anna“, antwortete sie. „Guten Morgen meine Süße. Ich bin Frau Titowa. Na? Hast du gut geschlafen?“, sagte die Frau mit einer leicht hohen und sehr freundlichen Stimme. Sie fuhr Anna durchs Haar. „Unsere Englischlehrerin“, gab Alina zur Antwort. „Die mag jeder, die ist cool“, fügte sie hinzu. Sie zogen sich fertig an, packten die Schultaschen und liefen schnell in den Speisesaal. Alina sah sich suchend um. Keiner in Sichtweite. „Alina, wonach hältst du ausschau?“, fragte Anna. „Ich will sehen, ob Vladimir Levin irgendwo rumschnüffelt. Vladimir Levin ist der Hausmeister. Ein unmöglicher Mensch! Es kann ihn keiner leiden. Er ist auch schon sehr alt. Weißt du, er erinnert einen wirklich und wahrhaftig an Argus Filsh in Hogwards bei Harry Potter. Fehlt nur noch seine Katze Mrs. Norris. Die hat er nicht, aber er hat vor seinem schuppen einen riesigen Hund! Einen ziemlich bissigen Hund sogar“, erklärte Alina. Sie ging zu einer Wandtafel, sah darauf und sprang auf. „Juhuu!“, rief sie vergnügt aus. „Was ist denn, Alina?“, fragte Anna. „Heute und immer Montags hat frau Titowa Dienst. Die werden wir in Englisch haben. Dienstags… Oh nein! Dienstags und donnerstags hat der Hausmeister Nachtwache. Montags hat übrigens die grässliche Frau Mihailowa nachtwache! Dienstag wird uns die auch wecken. Mittwochs herr Leanidevic, Donnerstag der Schulleiter, den wir übrigens auch in Russischer Literatur haben, und Freitags hat herr Aleksandrovic dienst. Er ist Geschichtslehrer. Und nachtdienst hat die Titowa wieder, Cool! Ich sag dir, wenn du die irgendwie hast, und die hast du zwangsläufig in Englisch, dann bist du super dran! Die mag jeden, und jeder mag sie. Die ist zu Jedem fürsorglich wie eine Mutter. Sollst mal sehen, wenn jemand krank, ängstlich oder traurig ist. Die kann einen richtig toll trösten aber die kann oft auch selber ganz schön traurig werden. Hast ja gesehen, sie ist klein, zierlich und anfang mitte dreißig. Die ist sogar kleiner als ich., erklärte Alina. Anna hörte gespannt zu. Eine Gestalt kam um die Ecke. „Guten Morgen allerseits“, rief das Mädchen. Es war Anastasia, die mit Anna und Alina zum Frühstück gehen wollte. Vor dem speisesaal standen Mascha und Dascha. Sie unterhielten sich laut und angeregt über Jungs. Um die rechte Ecke gebogen kam ein kleines, extrem dünnes Mädchen mit abstehenden krausen Locken. Sie sah aus wie ungefähr 20 und war in der Oberstufe im letzten Jahr. „Hallo“, sagte Anna. Das Mädchen schien keinen zu beachten. „Hallo“, sagte Anna noch einmal. „Lass sie“, zischte Alina ihr zu, als wisse sie etwas, was Anna nicht wusste.“Sie spricht mit niemandem mehr“, sagte Alina. Anna sah sie fragend an. „Warum nicht? Ich meine, wir haben ihr doch nichts getan. Sie sieht so traurig aus“, entgegnete Anna. „Warum weiß keiner. Ich kann nur vermuten. Vor 3 Jahren ist hier jemand ermordet worden. Ganz mysteriös. Ich war da noch nicht auf der Schule. Den gerüchten nach zu Urteilen war alles ziemlich chaotisch und mysteriös. Mehr weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass die Ermordete Elena hieß“, entgegnete Alina. Sie führte sie zu einer Bilderwand. „Da ist sie“, sagte Alina. „Schönes Mädchen. Schade, dass sie umkam.“, sagte Anna und fügte hinzu: „Wer hat sie getötet?“ „Das weiß kein Mensch wirklich genau. Elena wurde in ihrem Zimmer erstochen. Von wem weiß keiner, oder Herr Iwanovic wollte nicht mit der Sache herausrüken, aber eines ist klar: Er hat Elena nicht getötet. Auch nicht töten lassen! Viele haben ihm das unterstellt und er wäre fast gefeuert worden, wenn die Mihailowa nicht das pech gehabt hätte, dass ein paar Andere Lehrer auch davon wussten. Nämlich herr Leanidevic und frau Titowa. Die beiden haben es geschafft, weiß der Hecht wie, aber sie haben es geschafft dass er hierbleiben durfte.“, erklärte Alina. Das Bild hing im Zimmer des Schulleiters. Der war gerade nicht da. So konnte Alina Anna das Bild zeigen. „Und wie heißt jetzt dieses stumme Mädchen?“, wollte Anna wissen. „Sie heißt Svetlana und war Elenas beste Freundin und Zimmerkameradin.“ Gab Alina zur Antwort. „Seit Elenas Tod ist Sveta so verschlossen in ihrer eigenen Welt, hinter einer dicken Mauer aus Trauer und Tränen versteckt“, erzählte Alina. Svetlana war mit Mascha und Dascha verschwunden. Sie glaubten nicht an die Spukgeschichten. Nahmen wahr, dass Elena tot war, wussten selbst verständlich davon, denn Elena war bei allen beliebt gewesen. Viele sagten, Elenas Geist schleiche hier noch irgendwo herum, aber die Wahrheit wusste keiner so genau. Keiner außer Herr Iwanovic und vielleicht noch ein paar Andere. „Anna?“, ertönte eine Frauenstimme. Es war Frau Titowa. „Anna wir sehen uns in der Ersten Stunde im Klassenraum 102“, sagte sie. Alina lachte. „Das ist unser alter Klassenraum“, sagte sie leise. „Ich könnt jubeln, wenn die Titowa unsere Klassenlehrerin ist“, fügte Alina aufgeregt hinzu. Schon beim Frühstück war Anna klar, dass das nicht wirklich ihr Tag werden würde. Zuerst war die Milch sauer, die sie sich eingießen wollte, dann fiel ihr auch noch die Taasse hinunter und zerbrach. Sie wusste was das hieß. Dann kam auch noch ausgerechnet dieser uralte Hausmeister Vladimir Levin und drückte ihr unwirsch und mit grimmigem Gesicht einen Wischmopp in die Hand. „Aufwischen!“, brüllte er sie an. „Mann, musste das sein!“, dachte Anna grimmig und machte sich ans aufwischen. Ein dürrer, fahlhäutiger Junge namens Aleksandr linste zu ihr herüber. „Haahaaa, schon am ersten tag? Die Neue muss aufwischen!“, brüllte er, als er neben ihr stand. Anna konnte es somit unmöglich überhören. Verärgert starrte sie zu Aleksandr hinüber. Er schien ein Jahr jünger zu sein. „Schon gut. Sorry“, sagte er und klopfte ihr auf die Schulter. „Aleksandr ist immer so. Der meint das nicht ernst“, sagte Alina und fügte hinzu: „Der ist eigentlich ganz Nett. Du wirst schon sehen.“ Anna hatte es endlich geschafft, die Milch und die Scherben aufzukehren. Herr Levin nahm das Putzzeug wieder mit. Schweigend zündete er sich eine Pfeife an. Er hustete lautstark.
Das Frühstück verlief weiterhin reibungslos. Danach machten sie sich allesamt fertig für die Schule. Im Klassenzimmer, dass ihr Alina netterweise gezeigt hatte, wartete schon frau Titowa. Frau Titowa teilte die Stundenpläne aus. Nachmittagsunterricht hatten sie dieses Schuljahr recht wenig, und 2 mal in der Woche chemie. Ausgerechnet bei herrn petrovic. Herr Petrovic war ein strenger mann, der nichts von Humor verstand. Rein absolut gar nichts! Eine falsche Bewegung in seinem Unterricht und es gab mordsmäßigen Ärger. Der mann konnte mindestens doppelt so gut schreien wie Frau Mihailowa. Aber er war nicht so schrecklich wie sie. Er konnte sich durchsetzen, hatte aber dennoch ein offenes Ohr für seine Schüler. „Chemie ist ein sehr interressantes Fach. Ihr seid hier um die Kenntnisse der Chemie zu erlangen und ich werde euch dabei helfen“, pflegte er immer zu sagen. Montags die erste Doppelstunde hatten sie Englisch. Na wenigstens ein Lichtblick am Montag. Und in der letzten Stunde hatten sie auch noch Mathe! Anna war allein schon von Alinas Erzählungen her überzeugt, dass diese Frau Mihailowa eine schreckliche Lehrerin sein musste. Schon am ersten Tag sollte es mit dem Unterricht gleich voll losgehen. Also um Mathe kam Anna heute nicht herum und Alina und Anastasia genauso wenig. Russische Literatur war in der dritten Stunde und montags Chemie in der vierten. Biologie fand immer montags und Freitags in der fünften Stunde statt. Sport war wöchentlich zweistündig am Mittwoch Nachmittag. Und Donnerstag setzte es zwei Stunden Geschichte am Nachmittag. Und die letzte Stunde am Montag sollte für Anna jedes Mal eine Tortur werden. Sie fingen gleich mit Englisch an. Dann verlief der Schultag fast reibungslos.
In der letzten Stunde wurde Anna klar, dass mit dieser Frau wirklich nicht gut Kirschenessen war. Sie blickte scharfsinnig in die Runde und starrte immerzu auf Anna. Sie blickte sie an, als wäre sie ein widerliches, abstoßendes Insekt. „So Bücher heraus! Schlagt seite 10 auf!“, rief sie ennergisch in die Klasse. Anna blickte stöhnend auf die Aufgaben. Sie meldete sich. „Was willst du? Arbeite endlich und sitz hier nicht tatenlos rum! Dein Blatt ist ja immer noch so leer! Sitz grade!“, rief Frau Mihailowa laut durch den raum. Sie starrte Anna mit hasserfülltem Blick an. Scharf blickte sie ihr in die Augen und zischte: „So? du hast also keine Lust zu Arbeiten? Faul bist du! Was willst du?“, sagte die Lehrerin zischend. „Du brauchst nichts zu sagen. Katja? Erkläre wie man das rechnet!“, gab frau Mihailowa die Anweisung. Ein lustlos dreinblickendes Mädchen stöhnte auf. „Die Funktion f von x berechnet man mit der Mitternachtsformel die hier lautet, wenn eine aufgabe gleich x quadrat plus p mal x minus q gleich null ist, ist x 1 und 2 gleich minus p halbe, plus minus der Wurzel aus p quadrat viertel minus q.“ versuchte Katja vorzurechnen. Anna sah ratlos drein. „Wie berechne ich p quadrat viertel?“, fragte sie. „Indem du einfach die minus p halbe quadrierst“, sagte ein Junge in der letzten reihe. Dima, der eigentlich Dmitry hieß war ein Mathe-genie. „Sag bloß ihr hattet so etwas noch nicht“, zischte die Lehrerin und fuhr Dmitry an, er solle nicht dazwischenreden, sondern sich ordentlich melden, wie alle Anderen auch. Anna merkte gleich, dass mit der Lehrerin etwas nicht in Ordnung war. Woher wusste sie immer, was sie dachte? Konnte sie etwa Gedanken lesen oder war dies reiner Zufall? Sie wusste es nicht. Beim besten Willen nicht. Sollte sie mit Herrn Iwanovic darüber sprechen? Nein, er würde sie für dumm verkaufen. Oder mit Frau Titowa? Das würde dasselbe bewirken. Frau Titowa würde nur lachen und sie für verrückt halten. Sie erzählte es schließlich Alina. Alina reagierte anders als erwartet. „Tja, vielleicht steckt wirklich etwas hinter dieser Frau von dem wir nichts ahnten. Aber etwas böses! Sie hat wirklich sehr durchdringende Augen, einen sehr forschenden, scharfen Blick der alles durchdringt!“, sagte Alina. Toll, Anna hatte endlich eine verbündete. „Was meinst du, sollen wir damit zu ivanovic? Oder zu Titowa gehen?“, wollte Alina wissen. Anna verneinte. „Nein, es ist besser, wenn wir unsere Theorien für uns behalten. Zumindest erstmal. Wie spät ist es eigentlich?“, entgegnete Anna. „Viertel nach eins, wir sollten langsam mal zum Mittagessen gehen“, antwortete Alina. „Sag mal, was ist am Dachboden oder am Kellergang eigentlich so schlimmes, dass wir da nicht rein dürfen? Sind da nicht irgendwie auch unterrichtsräume?“, fragte Anna. Alina zuckte ratlos die Achseln. „Das weiß ich nicht“, sagte sie. „Es soll hier ja spuken, aber ich glaube nicht daran“, fügte Alina hinzu. „Was meinst du, sollen wir heute Nacht mal auf den Dachboden spazieren?“, frate Anna und fügte hinzu: „Oder in den Keller?“ „Bist du verrückt? Bist du noch bei trost? Das machst du nur einmal. Wenn dich der Levin oder ein anderer Lehrer, vielleicht sogar die Mihailowa erwischt, bist du mal ein Schüler hier gewesen. Nein Anna, lieber nicht“, entgegnete Alina. „Schon gut, vielleicht nicht wir beide“, fing Anna an und fügte hinzu: „Dann geh ich eben allein.“ „Willst du wirklich Kopf und Kragen riskieren? Wenn es wirklich so gefährlich ist, wie der Rektor sagt, dann ist das mit Vorsicht zu genießen“, antwortete Alina. Anna dachte nach. Vielleicht war es besser, noch eie Weile zu warten. Nicht gleich am ersten Tag alles aufs Spiel setzen. Vielleicht hatte Alina doch recht. Also gingen sie in den speisesaal. Anna entschloss sich, noch eine Weile zu warten. Erst wenn sie sicher sein konnte, wie die wachpatrullien sind, wie weit sie nachsahen ob die Schüler auch wirklich schliefen würde sie sich allein auf den Weg machen. Alina würde sie erst dann mitnehmen, wenn sie wirklich sicher war, dass es für sie beide nicht wirklich gefährlich werden konnte. Oder sollte sie Alina doch gleich mitnehmen? Dann wären sie wenigstens zu zweit, falls sie kämpfen müssten. Aber bis dahin war noch lange hin. Erst einmal wollten sie gute Vorbilder sein.
Das Mittagessen war ausreichend und gut. „Anders als der Mensafraß in meiner Alten Schule“, sagte Anna. „Besser oder schlechter?“, wollte Alina wissen. Anna atmete auf. „Viel besser. Überhaupt kein Vergleich!“, entgegnete sie. Sie verließen den Speisesaal. „Dein Vorhaben könntest du dir heute sowieso abschminken. Heute ist Frau Mihailowa da. Die patrulliert fast die ganze nacht, schaud vier oder sogar 5 mal in die Zimmer ob auch wirklich alle schlafen“, entgegnete Alina. Anna säufzte. Das hatte ihr gerade noch gefehlt und sie warf ihr Vorhaben, zumindest für Montags, über bord. Nachmittagsunterricht hatten sie keinen. „Wollen wir fragen, ob wir in die Stadt dürfen?“, fragte Alina. Anna war sofort einverstanen. Ein paar kleine Einkäufe müsste sie nämlich tätigen. „Ich muss auch einkaufen, meine Kekse sind bald alle“, bemerkte Alina. „Naschkatze“, kicherte Anna. Alina lachte auch. „Du aber auch“, entgegnete sie und dann lachten beide. Das stimmt, Anna und Alina waren im grunde beide ziemliche Naschkatzen. „Also los, fragen wir, oder?“, fragte Alina. Anna nickte und sie liefen ins Lehrerzimmer. Frau Titowa saß an ihrem Schreibtisch und tippte wie Wild auf ihrem Computer herum. „Was gibt’s denn?“, fragte sie. Alina stellte die Frage. „Naja, eigentlich die Neuen noch nicht, alina. Aber wenn du dabei bist, du bist ja schon sehr vernünftig und kannst auf Anna aufpassen“, antwortete frau Titowa. Alina nickte und freute sich. Anna auch. „Na dann geht, kommt aber bei Zeiten zurück. Bis wann seid ihr weg?“, fragte sie. „Nur so eine Stunde“, meinte Alina. „Gut, bis in einer Stunde“, stimmte Frau Titowa zu. Die Beiden verließen das Internatsgelände und kamen durch das Tor auf die offene Straße, die wie immer dicht befahren war. „Meine güte, ist hier was los! Dabei ist das noch nicht mal der Feierabendverkehr“, sagte Alina und rannte mit Anna über die Straße. Vor ihnen lag das Kaufhaus. Anna kaufte sich ein neues Duschgel, ihr Anderes war zur Neige gegangen. Und eine neue Zahnbürste hatte sie auch einmal wieder nötig. Ihr Mp3-player brauchte auch neue Batterien. Alina kaufte gleich zwei Packungen kekse. „eine für mich, eine für dich“, sagte sie. „Oh, alina! Das Geld bekommst du aber wieder.“, rief Anna erfreut. „Ach lass!“, antwortete Alina. „Was?“, anna sah sie verdutzt an. „Ja, lass stecken“, antwortete Alina. „Aber ihr habt doch auch nicht so viel, oder?“, fragte Anna. „Für so eine läppische Packung Kekse für dich reicht es auch noch Anna“, gab Alina zur antwort. „Die paar Kopeken habe ich auch noch über, also hör auf“, fügte sie hinzu. „Ja, ich hör ja schon auf. Danke“, sagte Anna fast schon im Flüsterton. Alina kicherte leise. Anna lachte sie an. Alina legte einen Arm um Annas Schulter. „Du, ich glaube wir könnten die besten Freundinnen werden, oder?“, fragte Alina und errötete leicht. Anna nahm Alinas hand. „Klar!“, antwortete sie. Sie gaben sich die Hand und waren von nun an unzertrennliche Freundinnen.
Sie zahlten und liefen in die Schule zurück. Im Zimmer angekommen luden sie die Sachen ab und machten sich daran, die schweren Hausaufgaben zu lösen. Alina schaffte das mit Links, aber Anna hatte ihre Probleme. „Warte, ich helf dir“, sagte Alina und versuchte, so gut es eben ging, ihr die Aufgaben zu erklären. Anna hatte verstanden und in null komma null waren die Hausaufgaben erledigt. Um 6 uhr gab es Abendessen. Wenn der Schulleiter oder ein Lehrer etwas zu Sagen hatten, taten sie es bei den Malzeiten. Aber heute war nichts. Frau Titowa kam zu anna und Alina an den Tisch. Sie schloss beide sanft in ihre Arme. Erst anna, dann Alina. Sie war eine zärtliche, fürsorgliche und liebenswürdige Person. Sie sah anna an und über Annas Rücken lief ein Schauer. Sie hatte einen durchdringenden, aber zärtlichen und gutmütigen Blick. Dann lächelte sie, als wüsste sie etwas, was Anna noch nicht wusste.
Die Zeit verging wie im Flug. „Es ist halb zehn, ihr wisst was das heißt!“, ertönte Frau Mihailowas schrille und strenge Stimme. Dann begann das große lichter löschen und türen schließen. Es ertönte ab und an ein letztes Gerenne auf den Fluren. Dann war alles still. Nur Frau Mihailowas tapsende Schritte waren auf dem Flur zu hören. Sie machte patrullie. Sie öffnete jede Tür und linste hinein. Da wo noch Geräusche zu hören waren, zischte sie „Ruhe da drinnen!“ und schloss die Tür. In Annas Zimmer war alles ruhig. Frau Mihailowa ging an der Tür vorbei. Dann hatte sie die Flure fertig abgesucht und ging in ihr Zimmer.

„Elena du musst mir versprechen, dass du hier bleibst“, sagte der Direktor. Elena nickte. Sie schwebte in dem offenen, hohen, gewölbeähnlichen Kellergang, den sie nun für sich hatte. Sie konnte jetzt durch alle Mauern gehen. Keinerlei Hindernisse gab es mehr für sie. Sie war ein Geist. Auf dem Dachboden verwarten sie Elenas Zimmermöbel, elenas Sachen und alles, was zu ihr gehörte hinter einer Schiebewand. Die Schiebewand war ein Regal, dass sich zur Seite ziehen ließ. Dahinter stand Elenas Bett, Elenas tisch, Elenas Schrank und all ihre Sachen. Hier durfte sie auch hin. Folglich hatten die Schüler auch auf dem Dachboden keinen Zutritt mehr. Hinter den Büchern verstaute Herr Iwanovic die mystischen utensilien, die sie besaßen. Elena folgte ihm. Frau Titowa kam nach. Bei Nacht, und so leise, wie es nur ging, verfrachteten sie alles aus Elenas Zimmer, das ihr gehörte, auf den Dachboden. Svetlana blieb allein. Sie wurde von albträumen über Elena geplagt, und musste in psychologische Behandlung. Nun, eigentlich hätte sie müssen. Das übernahm jedoch der Direktor, der ihr jederzeit zur Seite stand, dem sie aber nicht mehr wirklich vertraute. Sie war ihrem Direktor zwar dankbar, aber sie war sauer auf ihn, weil sie ihr rein gar nichts erzählte, wie, warum und weshalb ihre Elena sterben musste. Sie waren die besten Freundinnen, schon seit sie in die Schule gekommen sind. Seit sie sich im Internat kennen gelernt hatten. Elena war alles für sie. Dann wurde Elena plötzlich still und seltsam. Es war an jenem verhängnisvollen Tag. Elena hatte als Geist eine unglaubliche Kraft und konnte das Bett allein tragen. Es schwebte die Treppe hoch. „Ein glück, dass die Anderen schlafen, Lenka. Es wäre schlecht, wenn das jemand sieht“, zischte der Direktor.

Anna wachte auf. Sie hatte geträumt. Im Zimmer stand eine große, schlanke, wunderschöne Frau von etwa 17 Jahren. Sie sagte: „Anna, wach auf. Die Zeit der Erkenntnis ist gekommen, wach auf!“ Anna wachte auf. Die Frau stand immer noch da. Träumte sie? So Die Frau lächelte und brach in lautes Heulen aus, dass sich schauerlich anhörte. Ihr Gesicht hatte sich verzogen. Anna schwitzte und schrie auf. „Anna!“, hörte sie Alina rufen. „Anna was ist los?“, fragte sie. „Diese Frau, diee Frau, sie steht vor der Tür!“, rief Anna. „wo, ich sehe nichts“, entgegnete Alina und suchte das Zimmer ab. „Da im Zimmer“, sie deutete auf den Fleck wo die Gestalt gestanden hatte. „Da ist niemand.“, sagte Alina und bedeutete Anna, es wäre noch früh und sie solle doch um gottes Willen weiterschlafen, sie habe nur schlecht geträumt. Doch Anna war sicher, dass es kein Traum war.

kapitel 2 - chapter 2

Posted in Uncategorized by celticmystique92 on the August 29, 2010

Kapitel 2

„Nun mal rein in die gute Stube“, ertönte eine sanfte Stimme. Annas Großeltern schleiften die schweren Koffer durch die Hallen. Auf dem blitzblanken Fußboden machten die Rollen des Koffers kein einziges Gereusch. Annas Zimmer war ein Doppelzimmer. Sie teilte es sich mit einem unbekannten klein gebauten und zierlichen Mädchen namens Alina. Alina war nicht mehr neu. Sie besuchte das Internat schon seit 2 Jahren und man sah ihr sofort an, dass sie gerne lachte. Anna selbst war nicht besonders auffällig. Nicht besonders groß, nicht besonders schlank und langes, wirres, braunes Lockenhaar. Anna war zudem ein überaus melancholischer und mystischer typ. Alina dagegen kindisch, quiklebendig, nicht besonders ernst und einem Mädchen ihres Alters mehr entsprechend als Anna. Im gegensatz zu Alina war Anna ernst, reif, erwachsen und gefasst. Gerade darum beneidete Alina Anna zu tiefst, denn Alina war wegen ihrer häufig kindischen Art unbeliebt und eine Außenseiterin. Anna dagegen war verschlossen. Sie hatte sich vorgenommen, ihr Leben im Internat grundliegend zu ändern. Ihre offene Art hatte ihr früher oft Sorge bereitet, denn die Anderen wollten nichts von ihr wissen. Sie waren allesamt erwachsener als sie, fand zumindest Anna. Und viele hatten ihr das auch ganz klar ins Gesicht gesagt, aber Anna hatte es nie geglaubt und niemals hören wollen. Sie war eben sie selbst und wollte niemals darauf irgend etwas geben, was Andere ihr gesagt hatten. Doch ihre beste Freundin Tatjana hatte sie beiseite genommen und einmal ein ernstes Wörtchen mit ihr geredet. Anna hatte Tatjana immer blind vertraut und wenn Tatjana etwas sagte, konnte man sicher sein, dass es garrantiert stimmte. Anna fand sich selbst in Alina wieder und ihr wurde mit einem Schlag klar, dass hier keine Anforderungen gestellt wurden, jedenfalls keine charakterlichen Anforderungen. Es war hier egal ob jemand kindisch war oder erwachsen. Es kam hier einzig und allein darauf an, die Schule ordentlich zu schaffen und ein gewisses Maß an Selbständigkeit und regelbewusstsein zu erlangen. Zudem noch, etwas für das spätere Leben zu lernen und mit der Zeit erwachsen zu werden. Mit der Zeit, nicht von jetzt auf gleich. So etwas geht nicht von heute auf morgen, versteht sich von selbst. Trotzdem wollte Anna ihre neuen Vorsätze auf keinen Fall so schnell über Bord werfen. Sie wollte zu den reiferen, ernsteren und erwachseneren Leuten gehören. „i!“, rief Alina. Sie hatte im Vergleich zu Anna eine Piepstimme. Alina war 14, genau wie Anna. In ein paar Wochen wurde sie 15. “anna?”, Oma Irina steckte den Kopf ins Zimmer. “Muss gehen“, sagte sie. Alina blickte sie traurig an und nickte. „Ja ja, geh nur“, sagte sie. „wir müssen noch zu Herrn Iwanovic, wir haben noch ein kleines Gespräch, bevor wir endlich mit dem Auspacken beginnen können“, meinte Oma Irina gutmütig. Herr Iwanovic war ein älterer Herr. „Nun anna, herzlich willkommen in unserer Schule“, sagte er mit beruhigender Stimme. „Du wirst nun die Sekundarstufe besuchen. Ich denke man hat dir schon dein Zimmer gezeigt, oder?“, fügte er hinzu. Ana nickte. Natürlich war sie bereits in ihr Zimmer gebracht worden. Das Zimmer war schön, freundlich eingerichtet, mit schönen Gardinen vor den Fenstern. Die Betten mit durchsichtigen Tagesdecken überzogen, die sich wie Seide anfühlte. Neben dem schmalen Kleiderschrank, den Anna nun beziehen sollte, stand ihr Koffer. Oma Irina und Opa Sergej halfen kräftig beim Einräumen und Auspacken mit. Alina selbst hatte ihr Zeug schon aufgeräumt und half den Dreien eifrig. Ruckzuck waren die Sachen im Schrank verstaut und der Koffer ins Lager gebracht. Das Kofferlager war ein kleines, fensterloses Kabuff im zweiten Stock im Ostflügel des Hauses. Dort befanden sich die Speisekammer, die Kantine, die Küche und die Räume für die Putzeimer, Putzmittel und andere der Reinigung dienende Dinge. Zu den Reinigungsräumen hatten die Schüler des Internats keinen Zutritt. Dorthin durften nur die Reinigungskräfte, oder die Lehrer, um den Schülern Putzzeug zu geben, falls sie etwas verschüttet, zerbrochen oder verschmiert hatten. „Wer was kaputtmacht oder verschmiert muss es selbst ins rechte Lot bringenh!“, pflegte der Schulleiter zu sagen. Vor allem der alte Sergejevic, der früher einmal Lehrer war und jetzt dem Hausmeister Levin hilft. Herr Levin war streng und es mochte ihn keiner leiden. Er schimpfte über die Schüler, meldete jede Kleinigkeit, die ihm zu Ohren kam, dem Schulleiter, oder einem anderen Lehrer. Was sie aus dieser Situation machten, war ihre Sache. Man hatte Glück, wenn es dem Schulleiter gemeldet wurde. Er tat zwar seine Pflicht, jedoch war er den Schülern gegenüber milder gesinnt als so mancher Lehrer. Man denke da beispielsweise an die hochgewachsene und schlanke Mathe- und Physiklehrerin Frau Mihailowa.

„Wir gehen jetzt“, meinte Oma Irina und küsste Anna zärtlich. Über Annas Wange flossen Tränchen. Sie nahm sich zusammen und wischte sie weg. Oma Irina drückte sie zärtlich an sich. „Bis bald, mein Schätzchen“, flüsterte sie. „Tschüs mein Schatz, bis hoffentlich bald, meine Kleine“, sagte Opa Sergej und drückte sie häftig an sich. „Wir werden dich echt vermissen Anna“, fügte er hinzu. „Opa, bleib doch noch ein bisschen“, sagte Anna und blickte ihn traurig an. „Kleine,, wir müssen jetzt fahren. Sonst wird’s noch zu spät, du weißt wie voll die Straßen sind“, meinte Opa Sergej. „Also Sergej, fünf minuten kannst du doch noch bleiben, oder? Kommt es auf die fünf oder Zehn Minuten an? Wir sind nicht auf der Flucht Sergej“, schaltete sich Oma Irina ein. „Also gut“, willigte er ein. „Zum Abendessen dürfen wir glaube ich nicht bleien, oder?“, fragte Sergej. Irina zuckte die Schultern. „Klar dürft ihr!“, rief die kleine Alina aus. Annas Herz machte einen Hüpfer. Oma und Opa blieben noch zum Abendessen.
Im Speisesaal herrschte ausgelassene Stimmung. Man war gespannt auf die Neuen und man erzählte sich, was man in den Ferien gemacht hatte. Mitten in die Ausgelassene Stimmung hinein klopfte der Schulleiter an seinen Becher. Überall zischte man und es wurde ruhig. „A alle Neuen, die in diesem Jahr zu uns auf die Schule gekommen sind. In die Putzräume dürft ihr nur, wenn ein Lehrer es euch sagt. Sie sind zugesperrt. Wer was verschüttet, verschmiert oder in irgendwelcher Weise verunreinigt muss dafür geradestehen. Um halb zehn hat jeder im Zimmer zu sein, um 10 Uhr Licht aus und absolute ruhe! Um punkt halb sieben ist Aufstehen, um sieben Frühstück und um 8 Uhr soll jeder pünktlich zum Unterricht erscheinen. Um 13 Uhr ist Mittagspause und um 14 Uhr beginnt, sofern im Stundenplan vermerkt, der nächste Unterricht. Während der Unterrichtszeit hat bitte keiner das Schulgelände ohne erlaubnis des Lehrers zu verlassen. Nachmittags dürft ihr raus, sofern kein Unterricht ist und es vom Betreuer ausdrücklich genehmigt wurde. Die betreuungsperson ist der aufsichthabende Lehrer. Ihr müsst bescheid sagen, wo ihr hingeht, und wann ihr wieder zurückkommt. Ihr könnt in der Stadt kleine Einkäufe tätigen. Das Taschengeld wird immer mittwochs ausgegeben. Und noch etwas:
Ganz wichtig! Der Gang im Keller, der neben den Chemielaboren liegt, ist für euch tabu! Habt ihr mich verstanden? Ebenso solltet ihr nicht auf den Dachboden! Wer dort erwischt wird, hat mit Konsequenzen zu rechnen. Guten Appetit.“, hielt der Schulleiter seine alljährliche Rede. Die Alten Schüler kannten das bereits. „Ich frage mich, was so geheimnissvolles auf dem Dachboden und dem Kellergang sein soll“, ziscte alina Anna zu. „Man erzählt sich, dass es dort spuken soll“, schaltete sich ein anderes Mädchen ein. Sie war groß und dünn. Ihr name war Mascha. Eigentlich Maria, aber sie wollte nur Mascha genannt werden. Sie schien um die 18 zu sein. Sicher, sie gehörte zu den größeren. Auch Mascha wirkte ernst. Neben ihr saß ein großes molliges braun gelocktes Mädchen namens Dascha. Sie unterhielt sich angeregt mit Mascha. Sie schienen in die gleiche Klasse zu gehen. „Wieso spukt es denn da?“, fragte Anna. „Das wirst du noch früh genug erfahren“, gab Mascha zur Antwort. „Ehrlich mal Mascha, Glaubst du daran?“, fragte Dascha. Sie hatte eine sehr tiefe Stimme, die nicht recht zu ihr passen wollte. Mascha schüttelte ennergisch den Kopf. „Du etwa, Dascha?“, fragte sie. Dascha lachte auf. „Nie und Nimmer, Ammenmärchen! Ich versteh nicht warum unser Schulleiter daran festhält. Der ist halt schon uralt. Uralt und abergläubisch wie sonst noch was!“, rief Dascha aus. Beide lachten. „Hallo“, sagte eine freundliche Stimme neben Anna. Ein normalgewachsenes schlankes Mädchen stand neben Anna. Sie war schlicht gekleidet und ihre Arme waren mit Armbändern behängt. „Du bist neu, nicht wahr?“, fragte das Mädchen. Anna nickte. „Ich heiße Anna“, sagte sie. Das Mädchen reichte ihr eine kleine, mit Ringen besetzte kalte Hand. „Ich bin Nastja“, sagte sie. „Nett dich kennen zu lernen“, fügte sie hinzu und setzte sich zwischen Anna und Alina. „Lina! Wie geht’s dir!“, rief Nastja aus. Alina kicherte und redete aufgeregt mit Nastja. „Anna, wir sind in deiner Klasse“, sagte Nastja. „Hast du den Stundenplan schon?“, fragte sie. Anna und Alina schüttelten zeitgleich den Kopf. „Dann werden wir ihn wohl morgen gesagt bekommen“, gab Nastja zurück. Alina stöhnte auf. Als sie fertig gegessen hatten, machten sich Oma Irina und Opa sergej auf den Weg nach Hause.

„Schnell! Wir müssen sie fortschaffen“, rief jemand. Svetlana war aufgelöst. Warum um alles in der Welt rückte Herr Iwanovic nicht mit der Sprache heraus? Was hatte es mit dem Tod von Svetlana auf sich! Hatte er sie etwa ermorden lassen? Nie im Leben, dazu wäre er zu gutmütig. Aber oft ist es so, dass gerade die gutmütigsten vom aussehen her, die bösesten vom Charakter seien. Jedenfalls hatte das ihre Mutter immer gesagt. Aber Svetlanas Mutter war eine alte Pessimistin. Sie konnte einfach nichts positiv sehen und svetlana musste auf alles mögliche achten. Svetlana begann zu weinen. Sie ging in ihr Zimmer. Traurig blickte sie auf Elenas Bett. Eine Blutlache war darauf und drang in die Decken ein. Elenas Körper jedoch war seltsamerweise verschwunden. Svetlana schrie auf. Herr Iwanovic stürmte ins Zimmer. „Sveta, was ist los?“, fragte er. Er blickte auf das blutgetränkte Bett. „Oh gott!“, sagte er erstickt. „Oh gott oh gott oh gott!“, wiederholte er. Elenas Leichnam war verschwunden. Das Zimmer wurde gereinigt und das Bett zu einer Reinigung gebracht. Decken, Matratzen und Kissen wurden ausgewaschen.
Zu jener zeit, saß Herr Iwanovic zusammen mit der Englischlehrerin frau Titowa und dem Sportlehrer Herr Leanidevic zusammen und nahmen Kontakt zum fernen Reich auf. Erschrocken blickte er auf. Der Schattenlord stand im Raum. „Nun? Der angebliche Herr des Lichts, oder Krieger des Lichts, wie du dich nennst? Was hast du von deiner ach so lieben Elena gehabt? Nichts, denn jetzt habe ich sie! Sie ist tot! Ich habe ihren Leichnam weggeschafft. Die Polizei wird euch kein einziges Wort glauben! Also macht es auch durchaus keinen Sinn, wenn ihr die Polizei verständigt! Haaa haaa haaaa!“, sprach er. Er zückte sein Schwert. Herr Leanidevic schrie auf: „Nein!“ Er hatte das Schwert auf Herrn Iwanovic gerichtet. Im selben Moment sagte der Schattenlord: „Lass dir das eine Lehre sein Iwanovic!“ und verschwand. Im gleichen moment erschien der Leblose Körper von Elena im Zimmer. Der Körper löste sich auf. „Was ist mit mir“, ertönte Elenas zaghafte Stimme. „Lenka! Ach Lenka!“, sagte der Schulleiter traurig und stützte die Hände in den Kopf. Lenkas gestalt schwebte wie ein Hologramm im Raum. Man meinte man könnte sie berühren, doch wenn man es versuchte, fühlte es sich eiskalt an. Wie als würde man in einen Eimer eislalten Wassers greifen. Lenka sah ratlos aus. „Ich bin … ein Geist?“, fragte sie. „Sofern du dich entschieden hast, als Geist weiter zu existieren, dann ja.“ Erschrocken sah Elena den Schulleiter an. Frau Titowa heulte. „Lenka, komm zu uns zurück!“, schrie sie im Schluchzen. Lenka war ratlos. Sie wusste sehr wohl, dass sie tot war. „Elena du wirst bei uns bleiben“, entschied der Schulleiter. „Wie erklären wir das meinen Eltern?“, fragte Elena. „Sie wurden benachrichtigt“, sagte der schulleiter und fügte hinzu: „Mach dir darüber keine Gedanken Lenka.“ Sie hatte ihren Direktor ihretwegen noch nie derart aufgelöst und traurig gesehen. Auch die Gesichter von herrn Leanidevic und frau Titowa waren ihr seltsam fremd. Als die Uhr mitternacht schlug, brachte herr Iwanovic Elenas geist in den Raum, der folglich für die Schüler verbuten sein sollte. Der Kellergang neben den Chemielaboren, den man verriegeln konnte. Oben auf dem Dachboden verstauten sie alle mystischen utensilien. Es war besiegelt. Die Schüler hatten folglich im Kellergang neben dem Chemielabor und auf dem Dachboden nichts mehr verloren.

Kapitel 1 - Chapter 1

Posted in Uncategorized by celticmystique92 on the August 22, 2010

Das Haus der 1000 dunklen Geheimnisse
Von Anna Modestova (18 jahre)

Anna ist neu in einem Moskauer internat, jedoch haben sich dort ziemlich dunkle Ereignisse zugetragen. Anna versucht, dahinterzukommen. Sie lernt Mischa kennen, der alle dunklen Geheimnisse dieses Hauses zu kennen scheint. Anna findet heraus, dass sie in die Zukunft sehen kann und weitere besondere Begabungen hat. Sie lernt viktor kennen und verliebt sich in ihn, aber auch hinter Viktor verbirgt sich eine sehr dunkle, düstere und geheimnisvolle Geschichte.

Kapitel 1
„Nun komm schon Anna!“, sagte Oma Irina und bedeutete ihr mit einer Geste, sich zu beeilen. Moskaus Straßen waren wie immer belebt. Mutter Dascha hatte ihre Tochter für die letzte Ferienwoche zu ihrer Mutter nach Moskau gefahren. Sie wohnten in der nähe von Moskau. Dieses jahr sollte Anna ins Internat gehen. Anna selbst war teils erfreut, teils auch sehr traurig, dass sie ihre Freundinnen und Lieblingslehrer hinter sich lassen musste. Aber sie kam auf eine höhere Schule und da musste man das Frühere Leben einfach hinter sich lassen. Es gehörte zum Erwachsenwerden. „Jetzt komm endlich!“, rief Oma Irina. Opa Sergej schleppte inzwischen die Schweren Koffer ins Auto. Obwohl er schon sehr alt war, war er immer noch sehr rüstig und sehr stark. „So, rein damit!“, sagte er und lupfte die Koffer mit einem Ruck in den Kofferraum des Wagens. „Können wir jetzt endlich fahren Sergej, ich möchte nicht zu spät kommen“, hetzte Oma Irina.
Anna hatte noch eine Oma Katerina, aber die wohnte sehr weit weg. Außerdem war Oma Katerina schon sehr alt. Sie war die Mutter ihres Vaters. Anna mochte beide sehr gerne. Bei Katerina bekamen Anna und ihre jüngere Schwester Julia immer das größte Stück kuchen, den größten Teller suppe und das Beste Essen.
Julia war jünger als Anna, gerade einmal 2 Jahre jünger. Anna war 14, Julia 12.
Sergej setzte sich ins Auto, seine Frau neben ihm und Anna machte es sich hinten gemütlich. Sie begann in einem Buch zu lesen.

Elena stand im Schulflur. „Herr Iwanovic?“ fragte sie. „kann ich Sie einen Moment sprechen?“, fragte sie. Elena war groß, sehr schlank und Mager. Aber sie war schön, von der ganzen Schule geliebt. Aber auf Elena lastete ein dunkles Geheimnis, dass ihr bald zum Verhängnis werden sollte. Nur wenige wussten davon, aber das was sie wussten, reichte aus um zu dem Schluss zu gelangen, dass die sache Kritisch wurde. „Was möchtest du?“, fragte der Direktor Iwanovic. „Ich wollte Sie etwas fragen“, fügte Elena hinzu. „Lenka, ich habe im Moment nicht viel Zeit, ich werde auf dich zukommen“, antwortete er. Elena nickte und ging schweigend davon. Sie musste zur nächsten stunde. Ausgerechnet bei dieser schrecklichen Frau Mihailowa. Frau Mihailowa war die Frau, die alle Schüler am wenigsten leiden konnten. Sogar Aleksei konnte ihn nicht leiden, und das wollte was heißen, denn Aleksei war ein Streber. Elena war in ihn verliebt, aber er hatte eine Andere im Sinn. Katja aus der Parallelklasse. Elena konnte Katja nicht leiden. Diese kleine dürre blonde Zicke war ihr zu wieder! Sie ging schweigend in ihr Zimmer. Sie wollte allein sein. Sie teilte sich ihr Zimmer mit ihrer besten Freundin Svetlana. Svetlana war extrem klein, extrem dünn und hatte lange braune Locken, die sie nur verzweifelt versuchte durch Flechten zu bändigen. Elena hatte hüftlanges aschblondes Haar, dass sie meistens offen trug. Die letzte Vision brachte ihr Kopfzerbrechen, und darüber wollte sie mit Herrn Iwanovic sprechen, denn er hatte ihr Talent entdeckt, und ihre seltenen Begabungen gefördert. Aber leider waren auch welche auf der Dunklen Seite, wie der alte ennergische Herr Lewin und eben Frau Mihailowa. Frau Mihailowa schikanierte Elena wo sie nur konnte. Sie mochte sie nicht, das spürte sie ganz deutlich Und Elena mochte sie auch nicht. Herr Vladimir Lewin war der Hausmeister. Er wastreng und Griesgrämig. Er war groß, hager und ein älterer Herr von ungefähr 60 Jahren. Er schimpfte die Schüler aus, wenn sie nicht parierten. Herrn Levin konnte niemand leiden. Für die meisten Schüler waren sie gewöhnliche Lehrer, nur Elena war eine der „besonderen Schüler“, die eine weitere Begabung hatten. Elena verstand es, die Zukunft vorauszusagen, anderen durch ihre Gedanken zu helfen, Gedanken zu lesen und mit dem Geiste diese Welt zu verlassen. Alle wussten, welhe Gefahren dies mit sich brachte. Sie hatte Svetlana von alle dem erzählt. „Oje! Du arme!“ Svetlana schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Sveta, wir schaffen es schon“, meinte Elena optimistisch, wobei ihr von vorn herein klar war, dass die Sache schwierig werden würde, sehr schwierig sogar. Sie strich sich ihre Haare zurück und begann, in einem Buch zu lesen. „Hast du schon Geschichte gemacht?“, fragte Svetlana. Elena verneinte. „Mach ich später“, murmelte sie und las weiter.
Svetlana grübelte. Irgendwas lag in der Luft. Irgend etwas stimmte da nicht. Es lag ein Grauen hier in diesem Zimmer, selbst sie spürte es. Sie wollte zu Herrn Iwanovic gehen und verließ den Raum.
Plötzlich richtete Elena sich auf. Jemand war da. Svetlana war aus dem Zimmer gegangen. „Wer bist du?“, stammelte Lenka. Doch die Frage hatte sich erübrigt. Die Gestalt zog sie hoch, Elena schrie und versuchte sich zu befreien, doch es war zwecklos. „Herr Iwanovic!“, rief sie, doch es war zu spät. Der Mann hob seine mächtige lanze und stieß zu.
Elenas gellender letzter Schrei hallte durch das Zimmer. Elenas Leiche blieb auf dem Bett liegen. Reglos, wie eine Statue. Die Gestalt verschwand so schnell wie sie gekommen war. Es war der Schattenlord. Der Schattenlord persönlich! Doch Elena sollte niemals das letzte und einzige Opfer bleiben. Auf der Internatsschule lastete nun ein Fluch. Ein Fluch, der nur gebrochen werden kann, in dem der Schattenlord und das Dunkle ein für alle mal besiegt werden sollten. Doch dies würde wohl niemals geschehen.
„nein!“, ertönte der laute Schrei eines Mannes. „nein!“, ertönte er noch einmal. Wie versteinert stand Direktor Iwanovic in der Tür. Svetlana stand hinter ihm. Sie erbleichte. Der Direktor brach zusammen. „Lassen Sie uns einen Krankenwagen holen, den leichenwagen und … die Polizei!“, rief Svetlana. „Bist du verrückt? Den leichenwagen ja, aber die Polizei nicht! Die wissen doch nicht warum sie gestorben ist. Und außerdem, die würden uns niemals glauben“, antwortete der Direktor. „Stimmt“, entgegnete Svetlana grübelnd. „Sieht aber aus als hätte jemand Lenka erstochen!“, rief sie entsetzt und brach dann schluchzend zusammen. Ihre beste Freundin war getötet worden. Und nicht viele wussten, wie das geschah. „Ja, aber die werden keine Spuren finden“, krächzte der Direktor. „Um was geht es hier eigentlich! Lenka wollte mir schon damals nichts erzählen, das ist …“, fing Svetlana an, aber der Direktor unterbrach sie. „Das war auch gut so Sveta. Ich bin mir sicher, eines Tages wirst du es erfahren. Glaube mir, eines Tages wirst du es bereuen, dass du es wissen wolltest. Für jemanden, der davon weiß ist es sehr sehr schwer, und sehr sehr schlimm. Svetlana grübelte und verließ den Raum.

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Posted in Uncategorized by celticmystique92 on the August 22, 2010

Hallo zusammen.
Ich habe mich entschieden, den Blog diesmal in meiner Muttersprache zu verfassen, weil ich eine Geschichte schreibe und sie veröffentlichen will. Die Geschichte heißt:
das Haus der 1000 dunklen Geheimnisse und spielt in Moskau, Russland.
Worum es genau geht, werde ich euch kurz und knapp sagen:

Es geht um ein Mädchen, Anna, die in eine Internatsschule in Moskau kommt. Sie hat übernatürliche Fähigkeiten wie Hellsehen, Gedankenlesen und Telekinese. Aber diese Schule ist verflucht. Die Vorgeschichte wird in Zeitschnitten eingebaut. Die erste Szene in der Vorgeschichte ist der Todestag von Elena, einem sehr schönen und ebenfalls übernatürlich begabten Mädchen. Auf der Hellen seite kämpft der Schuldirektor Herr Iwanovic, der die Irdische Verkörperung des herren des lichts ist. Der Schattenlord, der Elena getötet hat, kann auf die Erde wann, wie und wo er will. Aber mehr verrate ich nicht. Wollt ihr Anna auf ihrem Weg begleiten? Wollt ihr eintauchen in die Mystische welt? Aber seid vorsichtig!
es grüßt euch,
eure Anna Modestova.
PS: Kommentare von euren seiten sind dringendst benötigt und erwünscht. Falls ihr verbesserungs-, oder Umschreibungsvorschläge habt, meldet euch bei mir.